Polar Pedalling-Index

Der Pedalling-Index (PI) ist das Verhältnis zwischen den niedrigsten und den größten Kräften eines einzelnen Pedalumlaufs. Ein Pedalumlauf beginnt, wenn ein Magnet auf der Kurbel ein Relais auf der Platine passiert, und endet, wenn der Magnet das Relais noch einmal passiert. Das sich daraus ergebende Verhältnis wird als Durchschnittswert der letzten Pedalumdrehungen errechnet.

Der PI dient dazu, die Tritttechnik zu optimieren, durch Messen der 'Rundheit' der Kraftverteilung bzw. dessen, wie gleichmäßig die Kraft produziert wird – je höher der PI-Prozentsatz, desto besser. Werte von 30 % und mehr sind sehr gut. Pausen beim fortlaufenden Treten beeinflussen den PI nachteilig.

Auf dem Scheitelpunkt eines Pedalumlaufs gibt es immer eine Schwächung oder einen "toten Punkt" in der Trittstärke, bevor der nächste Pedaltritt beginnt. Die Entwicklung einer gleichmäßigen Rotation hilft dabei, über den gesamten Pedaltritt eine Gleichmäßigkeit aufzubauen, und ruft einen flüssigen, vorwärtsgerichteten Schub hervor.

Der PI ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Tritttechnik. Dies ist besonders bei verschiedenen Intensitäts-Leveln wichtig, da die Einbehaltung der korrekten Tritttechnik bei höheren Intensitäten schwieriger wird.

Oft werden Click-Pedale verwendet, um eine konstante Kraft beizubehalten, auch während der Aufwärtsbewegung, und ‘Spinning’ der Pedale bei höherer Trittfrequenz in einem niedrigeren Gang anstelle des ‘Quetschens’ der Pedale in einem höheren Gang. Andere Methoden zum Glätten des Pedaltritts liegen in einer Änderung der Länge der Kurbel, um sie besser an die eigene Physis anzupassen, oder im Versuch, den toten Punkt durch variable geometrische Kettenblätter und andere Spezialprodukte zu eliminieren, die die Geometrie der Kurbel und des Tretlagers ändern.

Bei höheren Geschwindigkeiten führt das Arbeiten gegen den Wind durch ‘Quetschen’ bei jedem Pedaltritt zu einer kleinen, aber konstanten Änderung der Geschwindigkeit. Im Rennen erhöhen selbst geringe Erhöhungen der Geschwindigkeit den Windwiderstand, oder den Luftwiderstand, enorm, was substanziell höhere Bemühungen zur Kompensation nach sich zieht. Daher ist Rad fahren mit kleinen, aber häufigen Variationen weniger energieeffizient als das Einhalten einer gleichmäßigen Pedalumdrehung mit konstanter Kraft und Geschwindigkeit, auch wenn die gesamte Durchschnittsgeschwindigkeit die gleiche bleibt.

Es ist sinnvoll, die durchschnittlichen PI-Ergebnisse verschiedener Trainingseinheiten zu vergleichen, um die Langzeitentwicklung zu beurteilen.